Schloss Leopoldskron
Das Schloss Leopoldskron wurde in den Jahren 1736 bis 1744 als Familiensitz von Fürsterzbischof Firmian erbaut. Als er starb, wurde sein Herz in der Schlosskapelle beigesetzt. Laktanz, Neffe des Erzbischofs, Kunstkenner und einer der ersten Förderer Mozarts, bewohnte Leopoldskron in den darauffolgenden vierzig Jahren. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wechselten die Besitzer häufig, unter ihnen Ludwig I. von Bayern und der Bankier Carl Spängler. 1918 kaufte Max Reinhardt Schloss Leopoldskron und erfüllte es mit neuem Leben. 1938 wurde Leopoldskron konfisziert und als Sommerresidenz und Gästehaus des Deutschen Reichs genutzt. Seit 1947 ist es im Besitz des Salzburg Seminar, welches Tagungen zu politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Themen mit globaler Bedeutung veranstaltet.
Schloss Leopoldskron, von Max Reinhardt noch vor Gründung der Festspiele erworben, wurde durch ihn zum kreativen und künstlerischen Salon der Festspiele – ein Ort freier und inspirierender Begegnungen und Gespräche. Ab diesem Sommer wird Schloss Leopoldskron zum Veranstaltungsort für die Reihe Dichter zu Gast und somit erstmals seit Reinhardts Emigration wieder für eine Zusammenarbeit mit den Festspielen geöffnet.