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Salzburg Highlights - Unternehmensgruppe Dr. Erich Berer

Großes Fest­spiel­haus

Bau und Eröff­nung
Das Große Fest­spiel­haus wurde nach Plä­nen des Architek­ten Clemens Holzmeis­ter erbaut. Die Arbeiten began­nen im Jahre 1956 mit dem Abtra­gen von rund 55.000 m3 Kon­glom­erat der Mönchs­berg­wand, um für das gewaltige Büh­nen­haus Platz zu schaf­fen. Es gehört mit einem Aus­maß von ins­ge­samt 100 Metern Bre­ite (ein­schließlich Seit­en­büh­nen) zu den größten der Welt. Das Große Fest­spiel­haus wurde am 26. Juli 1960 mit Richard Strauss‘ „Rosenkava­lier“ unter der Leitung von Her­bert von Kara­jan eröffnet.

Innenein­rich­tung
Der Zuschauer­raum hat einen nahezu qua­dratis­chen Grun­driss mit ca. 35 Metern Seit­en­länge; das Audi­to­rium umfasst 2.179 Sitz­plätze. Von der Hof­stall­gasse aus gewähren fünf Bronzetüren Ein­lass. Die Fas­sade trägt einen von Thomas Michels OSB ver­fassten Sinnspruch: SACRA CAME­NAE DOMUS /​CONCI­TIS CARMINE PATET /​QUO NOS ATTONI­TOS /​NUMEN AD AURAS FERAT. (Der Muse heiliges Haus steht Kun­st­begeis­terten offen, als Ent­flammte empor trage uns göt­tliche Macht.) Clemens Holzmeis­ter legte beim Aus­gestal­ten Wert auf die Ver­wen­dung heimis­chen Mate­ri­als: Die Stahlbe­ton­säulen wur­den mit dem beim Abtra­gen der Mönchs­berg­wand gewonnenen Kon­glom­erat verklei­det, der Boden des Foy­ers besteht aus Adneter Mar­mor. Der Raum wurde durch Tief­s­trahler in der Schrägdecke und durch Wand­schalen aus Mura­no­glas beleuchtet. Ein eigener Zugang führt über eine Roll­treppe zur Alt­stadt­garage Mitte. Die im ersten Stock gele­gene „Förder­erlounge“ (die Ein­rich­tung wurde von Don­ald und Jeanne Kahn gespendet) dient den Salzburger Fest­spie­len seit 1995 als Emp­fangssaal ihrer Förderer und Spon­soren.

Kunst im Großen Fest­spiel­haus
Zwei von Wan­der Bertoni geschaf­fene Plas­tiken aus Car­rara­mar­mor versinnbildlichen die „Musik“ und das „The­ater“. Der New Yorker Maler und Bild­hauer Robert Longo schuf 1993 für diesen Ort vier Großkreuze zum Thema „Dreams with the Wrong Solu­tions“, die vom öster­re­ichis­chen Kun­st­mäzen und Samm­ler Karl­heinz Essl angekauft und den Salzburger Fest­spie­len als Lei­h­gaben zur Ver­fü­gung gestellt wur­den. Die vier freis­te­hen­den, kreuzför­mi­gen Großgemälde sind in den Far­ben Blau, Rot, Gold und Schwarz gehal­ten.
Robert Longo gab zu seiner Far­bge­bung fol­gende Erk­lärung: Blau für „Druck auf den Him­mel“, Rot „Feuerge­bete“, Gold „Wehk­la­gen in der Öffentlichkeit“ und Schwarz „Lieder der Erge­bung“. Im daran anschließen­den Pausen­saal blieb der ursprüngliche Charak­ter des fürsterzbis­chöflichen Marstalls erhal­ten. Neu ist der Boden aus grünem Ser­pentin mit Pfer­demo­saiken von Kurt Fis­cher. Das Stahlre­lief an der Wand hat Rudolf Hoflehner als „Huldigung an Anton von Webern“ gestal­tet. Durch das Fischer-​von-​Erlach-​Portal wird der Blick auf die Pfer­de­schwemme und den 1987 erwor­be­nen Schüt­tkas­ten freigegeben.

Tech­nis­che Daten
Büh­nen­bre­ite: 100 Meter
Büh­nen­tiefe: 25 Meter
Por­tal­bre­ite: 30 Meter
Por­tal­höhe: 9 Meter

Fünf Hubpo­dien
à 183 Meter; Fahrgeschwindigkeit max. 0.25 m /​sec.; Tragfähigkeit jew­eils 20 Ton­nen
Hydraulis­che Büh­nen­maschine­r­ien (Dop­pelan­lage von ABB).

Schnür­bo­den: 155 Zugein­rich­tun­gen mit einer Tragkraft von jew­eils 500 kg, ein Drit­tel davon hydraulisch angetrieben und elek­tro­n­isch steuer­bar.

Beleuch­tung: 825 regel­bare Stromkreise mit einer Leis­tung von je min­destens 5000 Watt; dig­i­tales Licht­s­teuer­pult; 2000 Schein­wer­fer im Gerätepark.

Elek­troakustik
: Ton­regiepult mit 16 Eingän­gen, 16 Sum­me­naus­gän­gen und 4 Hil­f­saus­gän­gen; Anschlüsse für Laut­sprecher und Mikro­phone im gesamten Büh­nen– und Zuschauerbereich.